Mit der Grundsteinlegung für die neue Feuerwache steigt die Vorfreude bei den Kameradinnen und Kameraden
Die Grundsteinlegung am Donnerstagnachmittag fand großes Interesse. So kann Ortswehrführer David Roß nicht nur zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der aktiven, der Jugend- und der Alters- und Ehrenabteilung der Perleberger Feuerwehr sowie Vertreter der Ortswehren begrüßen. Unter den Gästen waren unter anderem Landrat Christian Müller, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Rainer Pickert sowie zahlreiche Stadtverordnete.
Bürgermeister Axel Schmidt bringt in seiner kurzen Ansprache seine Freude zum Ausdruck, dass nach dem ersten Spatenstich am 24. September nun auch noch die Grundsteinlegung in diesem Jahr stattfinden könne. „Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den bauausführenden Firmen sind wir gut vorangekommen.“
Mit dem Bau der Feuerwache betreibe Perleberg nachhaltige Stadtentwicklung für die nächsten Jahrzehnte, so der Bürgermeister. Für die Kameradinnen und Kameraden bedeute der Neubau der Feuerwache beste Einsatzbedingungen.
Geschäftsführer Axel Rolfs der ARGE PER Feuer aus Rühstädt blickte vor vielen Jahren aus einem Fenster einer Villa, die zur Unteroffiziersschule gehörte, auf den heutigen Festplatz. „Damals standen hier noch Panzer“, sagt er. Und er erklärt den Anwesenden, dass in diesem Projekt 7 T 55-Panzer Stahl und 212 T 55-Panzer Beton verbaut werden.
Für den Bau seien bereits 60 Prozent der Vergaben erfolgt. „Ich hoffe, dass wir 2026, bei hoffentlich dann besserem und wärmerem Wetter, das Objekt eröffnen können“, so Axel Rolfs. Er spielte damit auf den heftigen Regenschauer an, der in diesem Moment über die Baustelle niederging.
Stadtwehrführer Maik Müller sieht in dem Bau der neuen Feuerwache „etwas ganz Besonderes für die Stadtentwicklung. Hier wird in die Sicherheit und die Zukunft investiert.“
Bei den Grundsteinlegungen in vergangenen Jahrhunderten sollen sogar geschlachtete und lebende Tieropfer eingebaut worden sein, um dem Gebäude Glück zu bringen. Auch wenn dies heute nicht mehr Tradition sei, „so hoffe ich, dass dieser Bau vom Glück gesegnet ist“. Der Stadtwehrführer weist darauf hin, dass dieses Gebäude nicht nur Verbesserungen für die Perleberger Feuerwehr mit sich bringe, sondern dass hier auch ein Multifunktionalgebäude entstehe, dass im Katastrophenfall von der Verwaltung genutzt werde.
Stadtwehrführer Maik Müller bedankt sich für die guten Zusammenarbeit bei den Planern. „Hier wurde immer auf Augenhöhe kommuniziert.“ Sein Dank geht auch an Pierre Eikhoff, Sachgebietsleiter Hoch- und Tiefbau im Bauamt der Stadt, „bei dem die Tür immer für uns offen war und ist“ sowie an die Entscheidungsträger der Stadt, an die früheren und an die heutigen. „Danke für das Vertrauen, dass sie uns entgegenbringen. Wir werden sie nicht enttäuschen.“
Dann wird die Zeitkapsel bestückt. Hinein gelegt werden unter anderem eine aktuelle Tageszeitung, Baupläne, ein Roland-Schlüsselanhänger, Münzen mit der Prägung 2024 sowie Fotos vom ersten Spatenstich und ein aktuelles Gruppenfoto der Perleberger Feuerwehr. Maximilian Arndt, stellvertretenden Ortswehrführer, verschließt die Kapsel, bevor diese von Pierre Eikhoff gemeinsam mit Bauleiter Sebastian Westendorf von der Firma Ost Bau GmbH in die Erde gelegt, begraben und einbetoniert wird.
Auf dem stadteigenen Grundstück entsteht nun ein zweigeschossiges Gebäude auf einer Fläche von 73,51 x 31,12 Metern. Neben Schulungs-, Sozial- und Sanitärräumen verfügt die neue Feuerwache künftig über neun Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge sowie einen Waschstellplatz.
Die Gesamtkosten betragen circa 12 Millionen Euro, die laut Planer Axel Rolfs nach aktuellem Stand auch eingehalten werden. Gefördert wird es mit einer Million Euro durch das Ministerium des Inneren und für Kommunales aus der Feuerwehrinfrastruktur-Richtlinie.
Bild zur Meldung: Foto Rolandstadt Perleberg | Bauleiter Sebastian Westendorf und Sachgebietsleiter Pierre Eikhoff legen die Zeitkapsel in die Erde.